Dieses Fest feiern wir seit 2010 an zwei Wochenenden.
Eine Woche vor dem offiziellen Fastnachtwochenende gehen wir mit der gesamten Junggesellschaft durchs Dorf zum „Eiersammeln“.
Dabei ergattern wir Wurst und Eier für unser Frühschoppen-Frühstück am Fastnacht-Sonntag.
Durch Spenden der Dungelbecker bessern wir unsere Kasse auf.
Am Samstag richten wir den Kindertanz aus. Dabei bekommt der Vorstand von ein paar Mädels Unterstützung bei der Durchführung.
Am Fastnacht-Freitag findet das traditionelle „Einkaufen“ statt.
Die neuen Junggesellen (soweit vorhanden) müssen sich ein paar Aufgaben und Spielen stellen.
Aber auch hier steht der Spaß im Vordergrund, wir wollen die Frischen ja nicht gleich wieder vergraulen.
Zum weiteren Ablauf des Abends gehört das Frauenversteigern, um die Ausgaben wieder reinzukriegen und die Kasse weiter zu füllen.
Ein Höhepunkt ist auch immer die leicht bis gar nicht bekleidete Dame, die uns Ihren Körper und manchmal auch noch mehr, begutachten lässt.
Der Fastnacht-Sonntag beginnt für uns um 9 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück. Dazu werden schon die ersten Biere gereicht und nebenbei werden noch ein paar Frauen und „Scherzartikel“ versteigert.
Die Überbleibsel vom Frühstück werden unter Aufsicht vom „Gemeindebullen“ am Nachmittag beim „Wurstepellevergraben“ beerdigt.
Wo die Wurstepelle vergraben wird, dass legen wir beim Frühstück fest und wer am wenigsten Kleingeld hat, der hat verloren und ist der Auserwählte.
Nach ein paar Bieren und Schnäpsen geht es dann zurück zu unserem „Vereinswirt“ und wir lassen Fastnacht ausklingen.
Als gemeinsamer Ausrichter mit dem Schützenverein ist unser Schützenfest
der Höhepunkt der Junggesellen, das jedes Jahr am dritten Wochenende im August
stattfindet.
In den Wochen vor Schützenfest versucht jeder beim Schießen den goldenen Schuss
loszulassen und den geringsten Teiler zu erreichen. Ob es dann zum JG-König
gereicht hat, wird man beim Königsfrühstück erfahren.
Am Donnerstagabend stellen wir unsere Ehrenpforte auf und läuten hinterher beim
Grillen und Bier trinken Schützenfest ein.
Am Freitagnachmittag treffen wir uns beim amtierenden JG-König.
Neben kühlen Getränken wird auch etwas zu Essen gereicht, damit der Alkohol
nicht zu schnell seine Wirkung zeigt. Am Abend treffen wir uns mit dem
Schützenverein am Friedhof zum Kranzniederlegen, um anschließend zum Festplatz
zu marschieren.
Das „Einseifen“ der Frischen ist dann einer der Gründe, warum sich alle auf dem
Zelt versammeln.
Nach einer ordentlichen Rasur bekommen die Frischen noch ein paar Schnäpse,
womit sie dann auch das letzte Eintrittsritual geschafft haben und vollwertiger
Junggeselle sind.
Am späten Abend findet dann noch der Ehrentanz der Könige statt.
Der Samstag beginnt mit dem Mümmelmann-Frühschoppen.
Die ersten Junggesellen finden sich pünktlich um 10 Uhr im Schießstand ein.
Gegen 14 Uhr beginnt der Umzug durchs Dorf und den amtierenden Königen wird noch
einmal die Würde erteilt.
Anschließend hält der Oberst der Junggesellschaft die traditionelle Rede auf
dem Pferd und ringt am Ende mit dem letzten Glas Wein.
Danach finden sich alle auf dem Zelt ein und schwingen bis in die Nacht rein
auch noch mal Ihr Tanzbein.
Am Sonntag beginnt alles mit dem Königsfrühstück.
Ab 11 Uhr warten alle Besucher des Frühstücks auf die Proklamation der neuen
Könige.
Für uns Junggesellen ist natürlich der JG-König und Promillekönig interessant.
JG-König wird derjenige mit dem besten Teiler, Promillekönig wird man, wenn man
im Laufe des Jahres etwas Lustiges oder auch Blödes angestellt hat.
Im Anschluss richten wir Junggesellen den Kindertanz aus, wobei wir immer
Unterstützung von ein paar Mädels bekommen, ohne die wir das auch nicht
hinbekommen würden.
Wir Junggesellen selbst, gehen in der Zeit zum Promillekönig und begießen seine
Königswürde.
Gegen 17 Uhr findet der Bunte-Umzug statt und bei den neuen Königen werden die
Königsscheiben angenagelt.
Nach dem Umzug findet man die meisten Weißen in der Sektbar und kommen nur noch
mal zum Ehrentanz der neuen Könige raus.
Wir lassen Schützenfest dann ausklingen bis wir nicht mehr stehen können.
Am Montag findet dann am Abend der Abbau unserer Ehrenpforte statt.
Nachdem der „Alte Krug“ als letzte Gaststätte in Dungelbeck Mitte 2019 geschlossen hat, feiern wir seit besagtem Jahr unseren Königsball im Bürger-Jäger-Heim in Peine. Am ersten Samstag im November laden die Könige ihre Gäste ein, das Tanzbein zu schwingen. Wir Junggesellen organisieren zudem eine Tombola mit der wir ein wenig zum Abendprogramm beitragen.
Für gewöhnlich fließen diverse Liter Bier und andere mehr oder weniger leckere alkoholische Getränke. Die eine oder andere Schnapsrunde führt auch gerne mal zu erschwerten Bedingungen beim Tanzen. Bis in die frühen Morgenstunden feiern wir ausgelassen und finden wie so oft nur schwer ein Ende.
Einmal im Jahr machen wir uns auf den Weg in eine andere Stadt.
Die letzten Jahre waren es meistens Hamburg und Düsseldorf, weil wir
festgestellt haben, dass man da einfach gut feiern kann. Nach diversen Getränken
im Zug, haben wir bei Ankunft immer schon beste Feierlaune und ziehen von
Kneipe zu Kneipe.
Auch die Karaoke-Bars sind nicht vor uns sicher.
Nach einer langen Nacht treten wir mit dem ersten Zug die Heimreise an.
Ein positiver Nebeneffekt ist dabei auch immer das Pflegen der Kameradschaft,
es gibt dabei keinen Unterschied zwischen alten und jungen Junggesellen,
sondern es zählt nur, dass wir alle „weiße“ sind und somit alle gleich.
Des Weiteren geben wir beim Bosseln und Kegeln unser bestes. Bei einigen mehr
schlecht als recht, aber das stört nach einigen Bieren und Schnäpsen auch
keinen mehr.